Auf ein Wort – Geschichte im Original und im Bild.
Im 100. Jubiläumsjahr seines Bestehens veranstaltet der Kultur- und Heimatverein Badulikum e. V . (KuH) am 29. Oktober 2026, 19:00 Uhr, sein 20. Werkstattgespräch. Veranstaltungsort ist die Stadtbücherei Stütings Mühle in Belecke. Referent ist der ehem. Bürgermeister der Stadt Belecke und dann der Stadt Warstein sowie Bundestagsabgeordneter a. D. und Staatssekretär a. D. Hermann Kroll-Schlüter.
Vor 25 Jahren veröffentlichte der Referent sein Buch „ Aufgeschrieben“ mit 50 Reden aus 5 Jahrzehnten. Belecke, Bregenz, Bonn, Berlin und Brüssel. Warstein, Wien, St. Pol und Wurzen. Dresden, Rom und der Vatikan. Das alles sind neben vielen anderen die Orte seines Wirkens und seines Wortes. Hermann Kroll Schlüter sagt: „Es gibt immer Geschichte. Und es gibt immer die Fragen: Woher komme ich (Ursprung) und wohin gehe ich (Orientierung)? Wir leben in Frieden und Freiheit. Haben wir uns hinreichend angestrengt und gute Grundlagen gelegt für nachwachsende Generationen? Diese Frage wird heute dringender geführt in Verbindung mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit. Alles, was wir tun soll die sozialen, die wirtschaftlichen und die ökologischen Lebensgrundlagen stabilisieren und stärken. Damit ist verantwortliches Handeln beschrieben, damit sind Chancen und Herausforderungen benannt.“
Verantwortung ist der rote Faden seiner Reden. Kurt Biedenkopf führte dazu im Vorwort von „Aufgeschrieben“ aus: „Durch das Wirken der Bürger in ihren Lebensbereichen, durch die Pflege und stände Erneuerung der kulturellen Substanz der Gesellschaft in den kleinen Lebensbereichen vor allem bildet sich der Zusammenhalt des Gemeinwesens, ohne den es keine Zukunft hat. Die Voraussetzung dafür zu sichern, ist die Aufgabe der politischen Führung ebenso wie der Bürger selbst. … Hermann Kroll-Schlüter hat die Richtigkeit dieser Überzeugungen nicht nur in seinen wichtigen Reden, sondern auch in seinem politischen und gesellschaftlichen Handeln immer von neuem unter Beweis gestellt.“
Für die erste Rede, die Kroll-Schlüter gehalten hat, trifft dies allerdings noch nicht zu, denn es war die Rede zur Grundsteinlegung der Westerbergschule 1953. Diese Rede hatte ihm Konrektor Josef Müller aufgeschrieben. Bei der nächsten Wortmeldung war es schon etwas anders, und zwar in einer Bürgerversammlung 1969, als es um die kommunale Neuordnung ging. Einige Jahre später folgte der Einzug in den Deutschen Bundestag. Ohne Zuarbeit ging es in Bundestag nicht. In Bonn waren es zeitweise zwei Belecker: Dr. Thomas Schöne als Mitarbeiter im MdB-Büro und Dr. Gerald Kretschmer als Mitarbeiter im Wissenschaftlichen Dienst der Bundestagsverwaltung.
Neben Politik und Geschichte, Staat und Kirche kommt aber auch das Leben vor Ort in seinem Vortrag nicht zu kurz: Sei es das Jubiläum „700 Jahre Stadt- und Pfarrrechte in Belecke“ oder das 20-jährige Jubiläum der „Unwuisen“. KuH-Vorsitzender Martin Mühlenschulte lädt herzlich zu dem 20. Werkstattgespräch ein: „Hermann Kroll-Schlüter ist ein beeindruckender Zeitzeuge mit tiefem Erfahrungsschatz Es wird interesant und unterhaltsam gleichermaßen. Kommen Sie am 29. Oktober in die Belecker Stadtbücherei an Stütings Mühle!“


Fotos(Hermann Kroll-Schlüter): Der Referent als Redner 1969 in einer Bürgerversammlung in Belecke (es ging um die kommunale Neuordnung) und 10 Jahre später im Deutschen Bundestag in Bonn (da ging es um den 4. Jugendbericht der Bundesregierung)