19. Werkstattgespräch zum einzigen Belecker Ehrenbürger Caspar Bracht

Musik- und Geschichtslehrer Klaus-Arthur Feller referiert über eine bemerkenswerte Persönlichkeit.

Am Donnerstag, den 07.05.2026, referiert Klaus-Arthur Feller um 19:00 Uhr in der Propsteikirche zu dem Thema „Caspar Bracht – Organist, Küster, Dirigent und engagierter Ehrenbürger der Stadt Belecke“. Es ist der Todestag von Caspar (oder auch Kaspar) Bracht und das 19. Werkstattgespräch des Kultur- und Heimatvereins Badulikum e. V. (KuH) an dessen langjährigem Arbeitsplatz in der Propsteikirche. Wer war dieser einzige Ehrenbürger der ehemaligen Badestadt? 

Der gebürtige Sichtigvorer Caspar Bracht kam im Jahre 1910 mit 19 Jahren als Organist und Küster nach Belecke. Er gründete in den 1920er Jahren die „Musikabteilung des katholischen Gesellenvereins“ (später Kolpingsorchester, heute Musikvereinigung Belecke) sowie den Kirchenchor „Cäcilia“. Parallel dazu dirgierte er 27 Jahre den Belecker Männerchor. Caspar Bracht war zudem der Motor einer Initative, die im Jahr 1934 die alte Heilquelle am Kaiser-Heinrich-Bad neu erschloss. Er hat sich danach Jahrzehnte lang ehrenamtlich im Verkehrsverein und in der Bade- und Brunnenverwaltung für den Ausbau und den Erhalt dieser Einrichtung engagiert. Für seine Verdienste wurde Caspar Bracht im Jahr 1965 mit dem päpstlichen Orden „Pro Ecclesia e Pontifice“, dem Bundesverdienstkreuz und der Ehrenbürgerschaft der Stadt Belecke geehrt.

Im 19. Werkstattgespräch will Klaus-Arthur Feller versuchen, die Lebensgeschichte von Caspar Bracht anschaulich in den wesentlichen Linien zu erzählen. Er hat dafür Zeitzeugen befragt und in Archiven recherchiert und nutzt im Vortrag zahlreiche zeitgenössische Quellen, Bilder und Musikbeispiele. Feller erklärt: „Die Herausforderung war, aus den vielen mündlich überlieferten Geschichten und Anekdoten und den wenigen belastbaren Fakten über Caspar Bracht seine Lebensgeschichte zu rekonstruieren.“ Der Referent hat an der Musikhochschule Köln und an der Universität Paderborn studiert. Er war über 30 Jahre Musik- und Geschichtslehrer an Gymnasien in Iserlohn und Warstein sowie 35 Jahre lang aktives Mitglied der Musikvereinigung Belecke, davon 21 Jahre als Dirigent. Er ist damit der dienstälteste Dirigent des Vereins nach Caspar Bracht.

KuH-Vorsitzender Martin Mühlenschulte lädt herzlich zum 19. Werkstattgespräch ein: „Klaus-Arthur Feller wird uns eine bemerkenswerte Persönlichkeit aus der jüngeren Belecker Geschichte näher bringen, die unglaublich viel für unsere Heimatstadt geleistet hat. Sie ist es wert, anhand von aktuellen Forschungsergebnissen noch einmal in das Gedächtnis der Belecker Bürgerschaft und aller heimatgeschichtlich Interessierten gerufen zu werden.“

(c)_Elmira_Clewing__kwke@me.com

Fotos (privat): Referent Klaus-Arthur Feller und (in s/w) Beleckes einziger Ehrenbürger Caspar Bracht

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